Umwelt

Kennst du rentabee?

Bist du dir eigentlich bewusst, was Bienen so alles leisten? Nicht umsonst bringt man «fleissig» und auch «emsig» mit den kleinen Insekten in Verbindung. Sie bestäuben einen Grossteil unserer Pflanzen. Einerseits die Wildpflanzen, die unser Ökosystem prägen, aber andererseits auch unsere Nutzpflanzen, die der Versorgung der Bevölkerung dienen. Greenpeace schätzt den Wert der Bestäubung auf rund 265 Milliarden Euro. Diese Zahl umfasst jedoch «nur» den Wert der Nutzpflanzen, die auf eine natürliche Bestäubung angewiesen sind.

Doch sind wir ehrlich, der Wert der Arbeit der Bienen ist nicht zu beziffern. Oder kannst du in Zahlen sagen, was dir ein farbenfroher Frühlingstag wert ist? Oder was du für frisches Gemüse oder leckere Früchte bezahlen würdest, wenn es sie plötzlich nicht mehr gibt?

Leider sind die Bienen immer stärker in ihrem Sein bedroht. Einerseits durch ihre natürlichen Feinde, jedoch zunehmend auch durch Einflüsse, die der Mensch zu verantworten hat. So machen fehlende, natürliche Lebensräume, die Zunahme von Monokulturen und der Einsatz von Chemikalien den Bienenvölkern zu schaffen. Und so nimmt das Bienensterben laufend zu.

In diesem Zusammenhang lege ich euch den Film More than Honey ans Herz, denn er zeigt diese Problematik in eindrücklicher Art und Weise auf.

Doch was können wir im Alltag gegen das Bienensterben tun?

  1. Wähle Honig aus deiner Region
    So gehst du sicher, dass der Honig nicht von gentechnisch veränderten Pflanzen stammt und verminderst lange Transportwege, die zu Umweltbelastungen führen
  2. Verzichte auf bienenschädliche Pflanzenschutz-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel
    Pestizide, Herbizide und Biozide sollten aus deinem Haushalt verschwinden, denn diese und vor allem deren Kombination sind tödlich für die Bienen
  3. Setze auf bienenfreundliche Lebensmittel
    So solltest du zum Beispiel auf Mandeln aus Kalifornien verzichten, weshalb erfährst du in diesem Beitrag. Besser du kaufst regionale und saisonale Bio-Lebensmittel
  4. Spüle Honiggläser vor dem Entsorgen immer aus
    Es gibt für Bienen tödliche Krankheitserreger, die über den Honig bei uns eingeschleppt werden und sich mittels Altglas-Container verbreiten können. Deshalb solltest du Honiggläser vor dem Entsorgen stets ausspülen
  5. Biete Wildbienen Nistmöglichkeiten
    Für Wildbienen kannst du auf deinem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse Nistmöglichkeiten erstellen. Es ist wichtig, dass bei diesen «Bienenhotels» nicht der eigene ästhetische Anspruch im Vordergrund steht, sondern dass diese artgerecht erstellt werden. Eine tolle Anleitung dafür findest du hier

Oder unterstütze ganz einfach einen Imker in deiner Region! Ein ganz wunderbares und auch edukatives Projekt lancierte rentabee.ch. Über diese Plattform kannst du für ein Jahr ein Bienenvolk «mieten». Du darfst «deinem» Imker bei der Arbeit über die Schulter schauen und bekommst leckeren Honig von «deinem» Bienenvolk – sofern es die Saison überlebt hat! Dieses Risiko trägst du mit.

rentabee.ch Unterlagen

In diesem Jahr haben wir mitgemacht! Und so wurden wir dann auch herzlich bei unserem Imker empfangen, konnten uns seine Bienenvölker anschauen, er zeigte uns den Aufbau eines Bienenstocks und erklärte uns vieles rund um die Pflege und das Leben der Bienen! Es war wirklich sehr eindrücklich und ich kann das nur jedem empfehlen. Und das Beste ist, wir haben nun unseren eigene Honig!

Schweizer Honig im Glas

Ich kann mir vorstellen, dass dies gerade auch für Schulklassen ein spannendes und lehrreiches Projekt sein könnte. Oder weshalb nicht auch als KMU einen gemeinsamen Firmenausflug zum «eigenen» Imker planen und danach bei einem leckeren Brunch den firmeneigenen Honig verkosten? Ich bin begeistert vom Projekt und finde dies eine wunderbare Sache!

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